In letzter Zeit haben KYC-Überprüfungen mehrere Amazon-Marktplätze erfasst, nicht nur in Europa, sondern auch in Japan, den USA, Großbritannien und anderen Regionen. Verkäufer berichten, dass sie Benachrichtigungen über KYC-Überprüfungen erhalten haben, wobei ein Teil der Verkäufer sogar mit eingefrorenen Geldern konfrontiert wurde.
KYC steht für "Know Your Customer". Wenn Verkäufer vor dem Verkaufsstart keine vollständige KYC-Überprüfung ausgelöst haben, müssen sie nach Verkaufsbeginn zusätzliche Unterlagen vorlegen, sobald die Zahlungseingänge ihres Shop-Kontos einen bestimmten Schwellenwert erreichen. Während des Überprüfungsprozesses kann der Shop weiterhin normal verkaufen, solange die Zahlungseingänge den Schwellenwert noch nicht erreicht haben. Wenn die Zahlungseingänge jedoch den Schwellenwert erreichen und die Überprüfung noch nicht abgeschlossen ist, kann es zu Verkaufseinschränkungen kommen. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Überprüfung kann der Shop wieder aktiviert und der Verkauf fortgesetzt werden.
Was die KYC-Überprüfung betrifft, so dürfte sie Verkäufern auf dem europäischen Amazon-Marktplatz wohlbekannt sein. Derzeit müssen praktisch alle auf dem chinesischen Festland registrierten Amazon-Europa-Konten eine KYC-Überprüfung durchlaufen. Ursprünglich betraf die KYC-Überprüfung nur Konten auf dem europäischen Amazon-Marktplatz, doch nun ist sie auch auf anderen Plattformen aufgetaucht.
Erst vor wenigen Tagen wurde im Backend des US-amerikanischen Amazon-Marktplatzes plötzlich die Option „KYC Information“ hinzugefügt.
Diese Nachricht erregte schnell Aufmerksamkeit in der grenzüberschreitenden E-Commerce-Community. Steht etwa auch dem US-amerikanischen Amazon-Marktplatz eine KYC-Überprüfung bevor? Würde das nicht bedeuten, dass wieder viele Verkäufer dem Risiko einer Kontosperrung ausgesetzt wären? Besonders betroffen wären Verkäufer, die nur über einen US-Marktplatz verfügen und bisher keine Erfahrung mit KYC-Überprüfungen haben. Nach den kürzlich erfolgten Preiserhöhungen in der Logistik könnten sie nun auch noch mit KYC-Überprüfungen konfrontiert werden – eine Verschlimmerung der ohnehin schon schwierigen Situation!
Darüber hinaus haben wir erfahren, dass Verkäufer auf mehreren Marktplätzen wie Japan und Kanada Rückmeldungen gegeben haben, dass sie E-Mails und KYC-Überprüfungshinweise für ihre Bankkonten erhalten haben. Der Hinweistext lautet: „Laut Ihrem Zahlungsdienstleister steht Ihr Bankkonto noch aus, um eine ‚Know Your Customer‘- (KYC) Überprüfung zu erhalten. Bitte arbeiten Sie mit Ihrem PSP zusammen, um die erforderlichen Schritte abzuschließen.“
Wie lassen sich Risiken bei plötzlichen KYC-Zahlungsüberprüfungen vermeiden?
Angesichts dieser heftigen KYC-Überprüfungswelle gibt es Spekulationen über Systemprobleme oder politische Anpassungen, aber es gibt noch keine endgültige Schlussfolgerung. Basierend auf Analysen von Verkäufern, die mit ähnlichen Situationen konfrontiert waren, könnte diese KYC-Überprüfungswelle mit der Verknüpfung von Zahlungseingängen zusammenhängen.
Aussagen eines Verkäufers deuten auf ein zentrales Problem dieser KYC-Überprüfung hin – die „1:1-Korrespondenz von Zahlungskonten“. Derzeit nutzen viele Verkäufer übergeordnete und untergeordnete Zahlungskonten, was ein relativ hohes Risiko birgt. Zudem haben Enthüllungen von Verkäufern, dass „diejenigen, die in dieser Runde überprüft werden, wahrscheinlich solche sind, bei denen der Kontoname nicht mit dem Firmennamen des Shops übereinstimmt“, den Verdacht erhärtet, dass Amazons Ziel mit dieser KYC-Überprüfung auf mehreren Marktplätzen eine umfassende Änderung der Zahlungskonten sein könnte.
Zu dieser Überprüfung haben Branchenexperten rechtzeitig die folgenden Lösungsvorschläge gegeben (als Referenz für betroffene Verkäufer):
Löschen und neu binden: Alte Zahlungsmethoden löschen; neue Zahlungsmethoden binden, die mit den alten übereinstimmen müssen.
Zeitnahe Kommunikation: Sobald eine KYC-Überprüfungsbenachrichtigung eingeht, sollte umgehend Kontakt mit dem Drittanbieter-Zahlungsdienstleister aufgenommen werden, um den Überprüfungsprozess schnell abzuschließen.
Unterkontoregistrierung unterstützen: Einige Zahlungsplattformen verlangen möglicherweise, dass Verkäuter ein Unterkonto für Zahlungseingänge registrieren und dann eine Kontomigration durchführen, um den Anforderungen von Amazon zu entsprechen.
US-Marktplatz: Verkäufer auf dem US-Marktplatz müssen gesondert den Consumer Act bestehen; erst nach dessen Genehmigung werden die Zahlungseingänge wirksam.
Derzeit scheint es, dass die KYC-Überprüfung Amazon-Verkäufern zwar neue Herausforderungen stellt, aber durch zeitnahe Kommunikation und angemessene Maßnahmen können Verkäufer diesen Wandel effektiv bewältigen. Es ist wichtig, den Kontostatus genau im Auge zu behalten und eng mit dem Zahlungsdienstleister zusammenzuarbeiten, um einen reibungslosen Überprüfungsprozess zu gewährleisten. Durch diese Maßnahmen können Verkäufer die Auswirkungen der KYC-Überprüfung auf ihre Verkaufsaktivitäten minimieren.
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