Bekanntlich verschärft Amazon während der jährlichen Spitzenzeiten regelmäßig die Überprüfung von Konten, was viele Verkäufer verunsichert.
In letzter Zeit haben mehrere Verkäufer mitgeteilt, dass sie E-Mails vom Amazon Seller Center erhalten haben. Dem Inhalt der E-Mails zufolge hat Amazon bereits Produktbewertungen gelöscht, die mit Käufern in Verbindung stehen, die gegen die Richtlinien von Amazon verstoßen haben. Gleichzeitig hat Amazon einen automatisierten Prozess eingeführt, um Bewertungen von problematischen Käufern einzudämmen, und den Verkäufern entsprechende Listing-Informationen bereitgestellt.
Laut Aussagen der Verkäufer handelt es sich bei den gelöschten Bewertungen oft um echte, positive Rückmeldungen, die einen positiven Einfluss auf den Umsatz und den Ruf der Verkäufer hatten. Amazon hat die Verkäufer jedoch nicht im Voraus informiert, was die betroffenen Verkäufer sehr verärgert. Einige davon sind sogar unschuldig in Mitleidenschaft gezogen worden. Beispielsweise hatte ein Verkäufer über 20.000 Bewertungen auf seinem Listing, konnte aber nicht feststellen, welche Bewertungen aufgrund von „problematischen Käufern“ gelöscht wurden und welche von normalen Käufern stammen. Ein anderer Verkäufer erwähnte, dass er den gelöschten Bewertungen nachgegangen ist und feststellte, dass diese anhand von Adress- und Zeitangaben völlig normal erschienen.
Ähnliche Probleme gibt es viele. Ein Verkäufer erhielt in den letzten zwei Monaten häufig E-Mails von Amazon über die Löschung von Bewertungen. In einem veröffentlichten Beitrag erklärte der Verkäufer, dass er keine manipulativen Bewertungen oder andere Verstöße begangen habe, aber dennoch jeden Monat vier bis fünf solcher E-Mails erhalte. Er begann zu vermuten, ob er von Wettbewerbern gezielt angegriffen werde.
Später wies jemand in den Kommentaren darauf hin, dass dies auf den Filteralgorithmus von Amazon zurückzuführen sei, der verdächtige Bewertungen automatisch löscht. Solange die Verkäufer selbst keine gefälschten Bewertungen gekauft hätten, gebe es keine Probleme. Erfahrungsgemäß werden Konten mit einer übermäßigen Anzahl positiver Bewertungen oder mit zu einheitlichem Bewertungsinhalt mit hoher Wahrscheinlichkeit als „problematische Käufer“ eingestuft.
Kampf gegen gefälschte Bewertungen
Solche Vorfälle gibt es nicht nur in der Hochsaison. Schon immer gab es zahlreiche Fälle, in denen Verkäufer Bewertungen manipulierten. Zum Beispiel das Verteilen von Bewertungskarten, Gutscheinen an Käufer oder das Kaufen gefälschter Bewertungen über Dienstleister sowie das Löschen negativer Bewertungen. Diese Verstöße beeinträchtigen nicht nur seriöse Verkäufer, sondern bereiten auch der Plattform große Kopfschmerzen.
Nach dem Prinzip „Lieber zu streng als zu nachsichtig“ geht Amazon streng gegen Manipulationen von Bewertungen vor. Dennoch sind viele Verkäufer unsicher, was genau unter „Bewertungsmanipulation“ fällt. Hier sind einige gängige Beispiele aus vergangenen Erfahrungen:
Kontakt zu Dienstleistern oder Verwendung eigener gefälschter Konten für positive Bewertungen.
Anfordern positiver Bewertungen über Amazon-Nachrichten.
Erhalten positiver Bewertungen durch Rückerstattungen, Rabatte oder Geschenkkarten.
Löschen negativer Bewertungen.
Einlegen von Bewertungskarten oder Gutscheinen in der Produktverpackung, um Käufer zu positiven Bewertungen zu verleiten.
Verwenden eigener Käuferkonten, um sich selbst positive Bewertungen zu geben oder Wettbewerbern negative Bewertungen zu hinterlassen.
Amazon geht jedoch nicht zögerlich gegen solche Praktiken vor. Sobald auch nur der geringste Verdacht auf Bewertungsmanipulation besteht, ergreift Amazon sofort Maßnahmen und warnt die Verkäufer. In schweren Fällen kann es sogar zur Kontosperrung kommen. Hier sei die beispiellose „Kontosperrungswelle“ im Jahr 2021 erwähnt.
Um damals gegen gefälschte Bewertungen und andere Verstöße vorzugehen, sperrte Amazon direkt die betreffenden Shops und fror die Gelder der Verkäufer ein. Berichten zufolge wurden während dieser Welle in China 600 Marken und über 3.000 Shops gesperrt, darunter auch viele große Anbieter. Der direkte Schaden für die gesamte Branche belief sich auf über 100 Milliarden Yuan.
Während Amazon die Verkäufer auf der Plattform streng überprüfte, richtete es sein Augenmerk auch auf Unternehmen, die gefälschte Bewertungen verkaufen, um das Problem an der Wurzel zu packen. So verklagte Amazon beispielsweise im Juni dieses Jahres die vier Unternehmen Reddit Marketing Pro, Mango City, Littlesmm und Nice Discount und warf ihnen vor, durch den Verkauf gefälschter Bewertungen Amazon-Kunden irrezuführen und seinen Verkaufspartnern zu schaden.
Amazon verklagt Unternehmen für gefälschte Bewertungen Bildquelle:infosecurity magazine
Zusätzlich hat Amazon erhebliche Ressourcen investiert, um mit Hilfe von Machine-Learning-Modellen und Expertenteams das Eindringen gefälschter Bewertungen in den Nutzerbereich zu verhindern. Im Oktober dieses Jahres kündigte Amazon gemeinsam mit Booking.com, Glassdoor, Expedia Group, TripAdvisor und TrustPilot die Gründung einer globalen „Coalition for Trusted Reviews“ an, um gemeinsam gegen gefälschte Online-Bewertungen vorzugehen.
Es ist offensichtlich, dass Amazons Entschlossenheit, gegen gefälschte Bewertungen vorzugehen, unerschütterlich ist. Mit der zunehmenden Reife des E-Commerce-Marktes wird die Plattform ihre Gegenmaßnahmen weiter verstärken. Derzeit ist kompliant agieren bereits zum allgemeinen Trend geworden, und Verkäufer sollten sich nicht auf Glück verlassen, sondern sich strikt an Gesetze und Vorschriften halten.
Copyright © 2015-2026 Shenzhen 1981 Technology Co., Ltd.