Endlich: Temu, das stets „0 Provision“ hielt, konnte nicht widerstehen und beginnt, Verkäufer (Lieferanten) mit „Provision“ zu belasten.
Gestern sahen viele Temu-Verkäufer im Backend eine „Customer-Service-Outsourcing-Vereinbarung“. Kern:
Verkäufer „freiwillig“ beauftragend: Partei B (Verkäufer) beauftragt Partei A (Temu) mit CS-Outsourcing für den Shop; A nimmt an.
Gebühr direkt an Orderbetrag gekoppelt: 5 % des tatsächlich gezahlten Kundenbetrags (ohne Steuer).
Bei Stornierung keine Rückerstattung der bereits gezahlten Servicegebühr.
Ein Verkäufer sagte, gestern tauchte in mehreren Shops die Notice; man musste „Zustimmen“ wählen, sonst kein Weiterkommen. Zwingende Klausel – ohne Zustimmung kein Verkauf mehr.
Beim Launch im September letztes Jahr versprach Temu „0 Provision“ und keine CS-Kosten – alles Temu. Das zog massenhaft Lieferanten an; Temu-Manager baute über Nacht dutzende 500-Leute-Gruppen.
Jetzt: „kostenloser CS“ weg, Verkäufer zahlen CS-Fee gekoppelt an Kundenzahlung. Je mehr Kunde zahlt, desto mehr „CS-Fee“ abgezogen – faktisch Provision.
Temu nennt es „CS-Fee“, vielleicht weil die „0 Provision“-Fahne selbst aufgestellt wurde, kein direkter Gesichtsverlust. Künftig nicht ausgeschlossen echte Provisionseparte.
Nach Bekanntgabe gab es starken Widerspruch.
Viele Verkäufer: Marge schon niedrig, leicht im Verlust. Mit Temu-„Provision“ wird bei vielen SKUs Marge negativ. Grund: Temu drückt Preise stark bei Angebot-Kalkulation.
Oft tiefer als „Hälfte“: Meldepreis 7 Yuan, Temu-Vorschlag 2,5 Yuan – klassisch „Hälfte noch mal halbieren“. Lehnt man ab → „kein New Listing“, also vom Tisch.
Neben Preisdruck senkt Temu auch eigenmächtig:
Über CNY 2023 senkten Temu-Ops ohne Absprache Preise, teils −20 %, Verkäufer verkauften pro Order mit Verlust. Als Consignment-Verkäufer hat man kaum Initiative, schluckt still.
Jetzt wieder CS-Fee. Temus „frei→kostenpflichtig“ nicht erstmals:
Launch versprach „kostenloser Inland-Logistik“. Nach Zeit plötzlich Notice: Inland-Logistik-Subvention gestoppt, Verkäufer zahlt Fracht selbst.
Prognose: mit Temu-Wachstum und Standfestigung werden „kostenlose“ Posten weniger, Preisdruck härter.
Schon erste Early-Contributor-Verkäufer halten nicht mehr und wechseln zu Amazon.
Wichtig: Temu berechnet Verkäuferprovision auf tatsächlich gezahlten Kundenbetrag (ohne Steuer). Ab 24. Oktober berechnet Amazon EU-Verkaufsprovision auf Warenpreis (Angebotspreis), nicht mehr auf Kundenzahlbetrag.
Fachleute: Amazon will Fake-Rabatte reduzieren, Plattformumfeld reinigen, um Temu-Druck zu begegnen.
Mit anderen Worten: erst erhöhen dann rabattieren gilt nicht mehr; echter „First-Hand-Preis“ soll sichtbar sein. Gleiche Regel könnte bald US-Standort erreichen.
Trotz beider Provisionen sagen Verkäufer: gegensätzlich. „Amazon baut saubereres Ökosystem, Temu umgekehrt.“ 2023 amazon änderte Frontend oft und verschärfte Fake-Account-Jagd – echte Plattformverbesserung.
Vor Hochsaison keine Entspannung. Redakteur wünscht Verkäufern smoothen Lauf und neue Umsatzwelle.
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