Amazon hat kürzlich eine wichtige Aktualisierung seiner FBA-Richtlinien bekannt gegeben, die ab 2026 in Kraft tritt und für alle Händler von entscheidender Bedeutung ist, die den Versandservice von Amazon nutzen.
Die Änderung betrifft ein langjährig etabliertes Lagerverwaltungsmodell, wirkt sich direkt auf die Kosten der Händler für Wareneingang, Barcodes und Compliance aus und erfordert eine frühzeitige Information und Vorbereitung.

Ⅰ.Abschaffung des geteilten Lagerbestandsmodells, vollständig unabhängige Lagerverwaltung.
Amazon hat offiziell bestätigt, dass das Modell "Gemeinsame Lagerbestände (Commingle Inventory)" ab dem 31. März 2026 offiziell abgeschafft wird.
Ab dann werden alle Händlerbestände vollständig unabhängig verwaltet und nicht mehr mit den gleichen Artikeln anderer Händler vermischt gelagert. Im derzeitigen Modell gelangen Artikel von Händlern, die denselben Produktcode verwenden und Herstellerbarcodes einsetzen, in denselben Lagerbestandspool. Beim Versand durch Amazon wird die Ware aus dem nächstgelegenen Lagerstandort an den Kunden gesendet, ohne dass zwischen den ursprünglichen Quellen der Ware unterschieden wird.
Obwohl dieses Modell die logistische Effizienz steigert, birgt es langfristig Risiken: Sollten minderwertige oder gefälschte Waren in den Lagerbestandspool gelangen, könnten andere Verkäufer dadurch negative Bewertungen oder Rücksendungen erhalten. Da die Warenqualität nicht kontrollierbar ist, können dadurch die Bewertungen des Listings, die Konversionsrate und sogar die Kontosicherheit beeinträchtigt werden.
Daher wählen verkaufsstarke Marken, die Wert auf Qualitätskontrolle legen, in der Regel aktiv die Verwendung des Amazon-Barcodes, um ihre Bestände unabhängig zu halten. Nach Umsetzung der neuen Richtlinie werden die genannten Probleme auf Systemebene gelöst, aber die Auswirkungen auf Markenverkäufer und Nicht-Markenverkäufer sind unterschiedlich:
Markenhändler: Können weiterhin Herstellerbarcodes verwenden, ihr Bestand wird nicht mehr mit anderen geteilt, was Kosten für die Etikettierung spart. Derselbe Produktcode kann auch für andere Vertriebskanäle genutzt werden, was eine flexiblere Verwaltung ermöglicht.
Händler/Nicht-Markenhändler: Müssen Amazon-Barcodes verwenden. Bei weiterer Nutzung von Herstellerbarcodes besteht das Risiko, dass der Bestand als „mangelhafte Ware“ eingestuft wird, was die Verkaufsberechtigung beeinträchtigen kann.
II.Handlungsleitfaden für Verkäufer
Schritte für Markenhändler
1.Melden Sie sich bei der [Amazon Markenregistrierung] an und vergewissern Sie sich, dass Sie über die Berechtigung "Markenvertreter" verfügen.
2.Überprüfen Sie in den [Lagerberichten] das ASIN-Barcode-Präfix: Beginnt es mit X00, handelt es sich um einen Amazon-Barcode, bei B0 um einen Herstellerbarcode.
3.Wenn Sie ein neues Produkt einstellen, wählen Sie im Schritt „Barcode-Typ auswählen“ die Option [Herstellerbarcode] aus.
4.Wenn Sie einen bestehenden X00-Barcode in einen Herstellerbarcode ändern möchten, müssen Sie eine komplett neue SKU erstellen. Eine direkte Änderung der ursprünglichen SKU ist nicht möglich.
5.Gehen Sie zu [Einstellungen → Versand durch Amazon → Barcode-Einstellungen für Amazon-Versandartikel] und aktualisieren Sie den Standardbarcode auf [Herstellerbarcode].
Schritte für Händler/Nicht-Markenhändler
1.Beachten Sie die Benachrichtigungen von Amazon oder filtern Sie selbstständig die ASINs heraus, die derzeit Herstellerbarcodes verwenden.
2.Erstellen Sie eine neue SKU für die betreffenden Artikel und wählen Sie als Barcode-Typ [Amazon-Barcode] aus.
3.Drucken Sie die X00-Barcode-Etiketten aus und stellen Sie sicher, dass die Etikettierung und die Einlagerung bis zum 31. März 2026 abgeschlossen sind.
4.Gehen Sie im selben Backend-Pfad vor und ändern Sie den Standardbarcode zu [Amazon-Barcode].
Wichtiger Hinweis
Diese Richtlinie gilt ausschließlich für neue Sendungen, die nach dem 31. März 2026 erstellt werden.
Bereits eingelagerte Artikel können weiterhin normal verkauft werden und benötigen keine neue Etikettierung oder Anpassung.
Diese Richtlinienanpassung von Amazon spiegelt eine klare Neuausrichtung in Richtung „Markenschutz“ und „klarer Lagerverantwortung“ wider. Für Markenhändler ist sie ein Kostensenkungs- und Effizienzvorteil, während sie für Nicht-Markenhändler höhere Compliance-Anforderungen und strengere Betriebsstandards bedeutet.
Es wird empfohlen, dass Händler so bald wie möglich Selbstprüfungen und Einstellungen vornehmen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Bei Bedarf an professioneller Betriebsunterstützung bietet die professionelle Agentur-Dienstleistung von 1981 Technology umfassende Betreuung, um Sie bei der gelassenen Bewältigung von Richtlinienänderungen zu unterstützen.
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